1 leerstehendes Haus, 2 1/2 Bettlaken und 100 Einsatzkräfte

1 leerstehendes Haus, 2 1/2 Bettlaken und 100 Einsatzkräfte

2017-09-10_144412+

Dieser tweet löste am Samstag Nachmittag in München eine grössere Polizeiaktion aus.

 

Um 16.20 Uhr war die Situation noch überschaubar. Etwa zwei Dutzend Polizisten befanden sich vor Ort und warfen einen kurzen Blick durch die nicht verschlossene Tür des Hauses Seidlstr. 15.

Eine Gruppe von etwa 15 Personen war zu diesem Zeitpunkt der Einladung zum „cornern“ gefolgt. Nach erfolgter Kontrolle und Aufnahme der Personalien durch die Polizei wurden sie auf die gegenüberliegende Straßenseite verbannt.

Zuerst versammelten sich ca. 70 Polizeibeamte, teilweise mit Schilden und verschiedensten Werkzeugen ausgerüstet in der Nähe des Hauses. Neben einem Rettungswagen trifft dann gegen 17.45 Uhr auch noch ein Zug der Berufsfeuerwehr München ein.

Um 18.07 Uhr beginnt dann die Erstürmung des Hauses.

Kurz darauf werden die Transparente durch die Beamten entfernt.

Auch die Türe eines mutmaßlichen Seiteneingangs wird überprüft, scheint aber verschlossen gewesen zu sein.

Um 18.30 Uhr werden die „festgenommenen“ Transparente in ein Fahrzeug verbracht, die Polizeikräfte verlassen den Tatort während die Feuerwehr die Türe zum Haus Seidelstr. 15 verbarrikadiert. Nach Angaben der Polizei wurden in dem Gebäude keine Personen angetroffen.

Hier die Aktionserklärung und die Pressemitteilung von „Für LⒶu Haus„.

Die Pressemitteilung der Polizei München:

1408. Angebliche Besetzung eines leerstehenden Hauses – Maxvorstadt
Am Samstag, 09.09.2017, gegen 16.10 Uhr, wurden an einem leerstehenden Haus in der Seidlstraße mehrere Transparente festgestellt.
Diese sollten den Anschein erwecken, dass das Gebäude von einer Gruppierung, die dem linken Spektrum zuzuordnen ist, besetzt worden sei. Um dies zu untermauern erschienen parallel dazu im Internet entsprechende Bilder und Hinweise.

Das Anwesen wurde durch die eingesetzten Polizeikräfte durchsucht. In dem Gebäude konnten keine Personen festgestellt werden.

Die Seidlstraße musste für die Dauer des Einsatzes bis ca. 18.30 Uhr zwischen Mars- und Karlstraße gesperrt werden.

Das zuständige Fachkommissariat hatte die Ermittlungen zu den im Raum stehenden Straftaten aufgenommen.

Presseschau :

Münchner Merkur , BR24 , tz München

 

CSU Rathausfraktion: rechtsradikale Propaganda als Beweismittel gegen „Kafe Marat“?

Roter Ritter

Eines ist klar: Gewaltaufrufe sind nie zu tolerieren, egal von wem sie kommen und gegen wen sie sich richten. Gewaltaufrufe müssen geahndet werden.

Aber in einem Rechtsstaat gehört auch dazu: wer anderen ein Fehlverhalten vorwirft und daraus Sanktionen ableiten will, muss seinen Vorwurf beweisen können.

Derzeit liegt dem Münchner Stadtrat ein Antrag der CSU vor, dem Verein „Zeit, Schlacht und Raum – Kultur im Westend“ die Fördergelder zu streichen. Damit müsste die Einrichtung schließen. Zur Begründung ist diesem Antrag ein Bild beigefügt, das ein Plakat zeigt auf dem unter dem Spruch „Hass auf Schweine – kämpf mit uns“ das Foto eines Polizeifahrzeugs zu sehen ist, bei dem gerade die Scheiben zersplittern. Die CSU schreibt dazu in ihrem Antrag „Beigefügtes Bild entstand am Gebäude des Kafe Marat und verdeutlicht die wahre Einstellung der linksautonomen Szene in München.“ Und weiter: „Die Landeshauptstadt München kann und darf sich nicht mit politisch extremen Einstellungen…

Ursprünglichen Post anzeigen 792 weitere Wörter