Am 28.11. um 19 Uhr versammeln sich die traurigen Reste von Pegida München am Lehnbach Platz vor dem Wittelsbacher Brunnen. Nach den üblichen Hetzreden geht es dann über Karlsplatz (Stachus), Elisenstrasse, Marsstrasse, Seidlstrasse, Stiglmaierplatz, Briennerstrasse, Königsplatz, Briennerstrasse, Karolinenplatz, Briennerstrasse, Maximiliansplatz zurück zum Lehnbachplatz. Die Schlusskundgebung dort soll bis etwa 22 Uhr dauern.

Hier die Route in der Übersicht:

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Wer sich genauer damit befassen will hier auf Google Maps:

Und der Link zur Karte für den Browser

Bereits bei den allersten Veranstaltungen von Pegida München (ehemals Bagida) durften Einzelpersonen und Gruppierungen aus dem rechtsextremen Lager teilnehmen. Damals hat sich Pegida München noch halbherzig von diesen Personen distanziert. Mittlerweile wird Pegida München von rechtsextremen Kräften dominiert ( Süddeutsche Zeitung, Bericht vom 6.11.2016 ) und  ( Süddeutsche Zeitung Kommentar vom 7. November 2016  ). Die Anwesenheit  von „Identitären“, „3. Weg“ und „Bündniss deutscher Patrioten“ ist zum Normalfall geworden. Und auch die Hetze in den sozialen Medien gegen alles was nicht in das nationalistische und reaktionäre Weltbild der Pegida Verantwortlichen und Anhänger passt nimmt immer mehr zu. Vor allem aber die steigt die Zahl von Übergriffe aus den Reihen von Pegida München auf Journalisten und Gegendemonstranten rasant an. Und auch verbal werden Politiker und Journalisten sowie die Teilnehmer der Gegendemonstrationen jede Woche mit Drohungen bedacht. Gegen einige Journalisten wurde mittlerweile geradezu eine Hetzjagd begonnen.

Das kann so nicht länger hingenommen werden. Vorallem die sehr zögerliche Handlungsweise der Polizei muss sich umgehend ändern. Gerade das Wegsehen bei kleinen Vorfällen ermutig die rechtsextremen Kräfte. Hier ist dringend ein Umdenken seitens der Behörden nötig.

Letztlich liegt es aber an den Menschen die in und um München leben, die Strassen dieser Stadt nicht länger den rechtsradikalen Feinden einer offenen, humanen und freien Gesellschaft zu überlassen. Die Weimarer Republik ist nicht untergegangen weil es die NSDAP gab, sondern weil viel zu viele Menschen nicht bereit waren die Freiheit und Demokratie zu verteidigen. Wer also aus der Geschichte gelernt hat, der sollte sich am Montag auf die Strasse begeben und gegen Hass, Unfreiheit, Rassismus und Gewalt aufstehen, dagegen angehen und sich zwischendurch auch mal hinsetzen, noch ist der Boden nicht zu kalt.

Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.

Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.

Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter.

Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.

Zitat von Martin Niemöller
Martin Niemöller
deutscher evangelischer Theologe
* 14.01.1892, † 06.03.1984
Und hier noch ein lesenswerter Beitrag zumThema  zwei Jahre Pegida München

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