Am Montag, den 25.07. 2016 wird Pegida München wieder eine Veranstaltung mit Umzug abhalten. Aufgrund des Bescheids des KVR München und der vorläufigen Entscheidung des Verwaltungsgerichts München darf Pediga nicht mehr jeden Montag den Odeonsplatz als Veranstaltungsort wählen. Darum trifft es diesmal den Stachus.

Die Route für den Umzug wird wie folgt angegeben:

Karlsplatz, Elisenstr., Marsstr., Seidlstr., Karlstr., Katharina von Bora Straße, Sophienstr., Karlsplatz

Der Beginn der Veranstaltung ist für 19 Uhr angesetzt, der Beginn des Umzuges für 20 Uhr.

Die Veranstaltung soll dann wiederum am Stachus bis 24 Uhr fortgesetzt werden.

Die Route auf der Karte:

muc25071

Pediga in München ist ein Sammelbecken für alle die rechtsextrem, rechtsradikal und rassistisch sind. Neben führenden Mitgliedern der Parteien Die Rechte und 3.Weg sind auch Mitglieder der Identitären Bewegung bei den Kundgebungen und Umzügen anwesend. Und zwischen Pegida und der AfD gibt es augenscheinlich enge Verbindungen. So tauchen bei AfD Veranstaltungen bekannte Gesichter von Pegida München auf und so manches AfD Mitglied nimmt an Pegida Veranstaltungen teil.

Kaum gab es erste Meldungen über die Tragödie im Olympia Einkaus Zentrum kamen von AfD München, 3. Weg und anderen rechten Gruppen die ersten Verlautbarungen in den sozialen Medien. Ohne irgend welche Fakten zu haben wurde sofort verkündet, dass es sich um einen islamistisch orientierten Anschlag durch Menschen, die als Flüchtlinge nach Deutschland kamen handelt. Hier eine kleine Auswahl von Tweets die innerhalb von wenigen Stunden ohne jede Faktenlage verbreitet wurden.

Vieles davon ist blanker Hass, und vieles auch unverantwortliche Panikmache. Fast schon scheint es als haben die Anführer und Mitglieder dieser Parteien und Organisationen nur darauf gewartet um einen Anschlag für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Dieses Verhalten überschreitet die Grenzen des Erträglichen um ein Vielfaches. Wer nur noch daran interessiert ist Hass und damit auch Gewalt zu erzeugen, kann nicht mehr für sich in Anspruch nehmen für Freiheit und Demokratie zu sein. Und wer so deutlich zeigt, dass er ein Feind von Freiheit und Demokratie ist, dem muss man mit aller Kraft entgegentreten. Und deshalb ist es jetzt an der Zeit, dass der Protest gegen die unerträglichen Pegida Aufmärsche und Kundgebungen von allen getragen wird die für ein friedliches, freiheitliches und buntes München sind. Und da hilft es nicht zwei mal im Jahr auf Kundgebungen Reden zu halten, dieser Protest muss deutlicher zum Ausdruck gebracht werden. Auch Bürgermeister, Stadträte und Abgeordnete sollten sich überlegen ob es nicht an der Zeit ist ein deutliches Signal zu setzen, es sind Sitzplätze frei auf den Strassen Münchens und die Aktivisten, die schon seit Monaten auf diese, vom Bundes Verfassungs Gericht als legitim bezeichnete Weise protestieren sind sicher bereit ein wenig zusammen zu rücken damit für alle Platz ist auf der Strasse, nur nicht für den Hass und den Rassismus von Pegida und Co .

Und wenn wir uns heute schon etwas ausführlicher äussern, dann auch noch ein Wort an die Polizei München. Über viele Monate hinweg hat die Polizei in München vernünftig und deeskalierend auf den Protest durch legitime Sitzblockaden reagiert. Deshalb ist es unverständlich, dass nun auf einmal mit absolut unnötiger Härte gegen Menschen vorgegangen wird, die sich friedlich auf die Strasse setzen um gegen etwas zu protestieren, dass den Grundwerten unserer Gesellschaft völlig wiederspricht. Zumindest sollte die Polizei sich beim Umgang mit Sitzblockaden an die Rahmenbedingungen halten die von unterschiedlichen Gerichten bis hin zum Bundes Verfassungs Gericht vogegeben wurden. Dazu gehört es, vor der Anwendung unmittelbaren Zwangs eine entsprechende Warnung auszusprechen, genügend Zeit einzuräumen der Aufforderung die Strasse zu räumen nachzukommen und, wenn Zwang angewendet wird dies nicht in einer Form zu tun, die nur zur Eskalation beiträgt. Das Zerren und Ziehen von Menschen über den Asphalt sollte in einer Situation in der es nicht um die Abwehr einer unmittelbaren Gefahr geht kein Mittel sein, dass die Polizei eines zivilisierten Landes einsetzt.

Es wäre bedauerlich, wenn die Polizei durch absolut unnötige, übertriebene Härte und Gewaltanwendung wie z.B. Faustschläge ins Gesicht zum eskalierenden Faktor bei ansonsten friedlichen Protesten auf Münchens Strassen würde.

Nun aber genug der Worte von uns. Wir wünschen allen einen erholsamen Sonntag um dann am Montag erfolgreich und deutlich gegen Pegida auf die Strasse zu gehenoder so….

Keine Fußbreit den Rassisten und Neonazis inMünchen

Hashtag auf Twitter für Montag: #muc2507

Ein Gedanke zu “Pegida auf neuen Pfaden

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s