Dieses Jahr wollte auch die AfD mit einem Info Stand auf dem Corso Leopold vertreten sein. Aber die Veranstalter waren der verständlichen Meinung, dass eine Partei die sich vorallem durch Hetze gegen Flüchtlinge und Rassismus profiliert auf der weltoffenen Veranstaltung keinen Platz hat. Auch die Anrufung von zwei Gerichtsinstanzen brachte der AFD nicht den erhofften Platz innerhalb des Corso Leopold (Stellungnahme des Corso Leopold zur AfD , SZ zu diesem Thema ).

Trotzig wie kleine Kinder wollte die AfD aber nicht verstehen, dass sie nicht willkommen ist und errichtete nahe der Münchner Freiheit in direkter Nähe zum Corso Leopold einen Info Stand.

Bereits am Samstag Abend kam es zu kleineren Störungen der Umtriebe der AfD.

Und als die AfD am Sonntag Morgen kurz nach 10 Uhr wieder auftauchte war ihr alter Platz bereits besetzt.

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Eine erste, kleine Gruppe von Aktivisten der antifaschistischen Aktion hatte bereits um 9 Uhr morgens den Platz für den AfD Info Stand in Beschlag genommen. Im Hintergrund sieht man die etwas ratlosen AfD Mitglieder.

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Nachdem der AfD durch die anwesende Polizei ein neuer Standort zugewiesen worden war, trat die Antifa in Aktion.

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Die AfD fand dies weniger lustig und forderte per Megaphone mehrmals die Gegendemonstranten dazu auf alle nicht AfD Banner und Plakate aus dem Umfeld zu entfernen. Der Erfolg war grosse Heiterkeit bei den Aktivisten und auch die Polizei fand trotz Beschwerde durch die AfD keinen Grund einzuschreiten.

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Hier einige Bilder von der relativ ruhigen Aktion die sich von 10 bis 17 Uhr erstreckte.

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Wie fast immer blieb es beim Versuch der AfD Vorbeigehenden einen ihrer Flyer zu überreichen.

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Es hatten den Anschein, dass durch den Wind mehr Flyer vom AfD Stand verteilt wurden als durch die Parteimitglieder.

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Und das wenige Werbematerial, das die Afd unter die Leute brachte endete sehr häufig in Fetzen auf dem Boden.

In manchen Situationen kam es bei der „Abschirmung“ des AfD Info Standes sogar zu einer zwar wohl unfreiwilligen aber sehr effektiven Zusammenarbeit zwischen den Aktivisten und dem „schwarzen Block“ der Polizei.

Zum Ende der Antifaschistischen Aktion gegen die AfD kam es dann noch zu einer Aktion des Corso Leopold. Eine Gruppe von etwa 30 Teilnehmern des Corso demonstrierte durch das in die Luft werfen von Farbpulver für ein „buntes München“ im Kontrast zur den blau-braunen Vorstellungen der AfD.

Die polizei war mit vollem Aufgebot vetreten. Pfeffer und Knüppel wurden aber nicht genutzt. Leider kann man das von der GeSa (Gefangenen Sammelstelle) nicht sagen. Ein Aktivist wurde wegen des Verdachts seine Schuhe wären passive Bewaffnung festgenommen und dann mit den oben abgebildeten Schuhen „Modell GeSa“ wieder entlassen. Seine Schuhe wurden als Beweismaterial einbehalten. Ein weiterer Aktivist wurde im Verlauf der Farbpulver Aktion festgenommen weil ihm der Wurf misslang und der Beutel einen Meter ausserhalb des Corso Leopold Bereichs zu Boden fiel.

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Die achtstündige Aktion der Antifa war sehr erfolgreich und hat die Verbreitung des rassistischen, sexistischen und fremdenfeindlichen Gedankenguts der AfD stark behindert. Zugleich war es auch ein deutliches Zeichen, dass München den Rassisten, Rechten und Rechtsextremen entschlossen entgegentritt.

Wo auch immer sich Rassisten, Faschisten, Neonazis oder Rechtsextreme zeigen heisst es deutlich Widerstand zu leisten!

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