Geht es noch geschmackloser? Am 18.6.2016 wird im Auktionshaus Hermann Historica in München, Linprunstr. 16, ein Teil der Sammlung des Amerikaners John K. Lattimer versteigert. „Im Auktionskatalog findet sich auch Görings Nachthemd, weiter geht es mit Schuhen (1500 Euro) und Jagdhose (2000 Euro), mit der Kapsel, in welcher der zweite Mann nach Adolf Hitler die Blausäure für seinen Selbstmord in Nürnberg versteckte (25.000 Euro). Dann kommen Hitlers Krawatten und seine Socken (500 Euro), Grußkarten und Widmungen, Tischwäsche aus der Reichskanzlei, Hitlers Hundesteuerbescheid (1500 Euro). Handschriften von Reichsführer SS Heinrich Himmler und Reichssicherheitshauptamts-Chef Reinhard Heydrich, Kleider von Hitlers Geliebter Eva Braun.“ (Quelle: FAZ (11.06.2016) ).

Wie dem Beitrag in der FAZ zu entnehmen ist, ist es nicht das erste Mal, dass das Auktionshaus Hermann Historica auffällt. So wurde 2014 die Auktion eines Schrumpfkopfes angekündigt, die Versteigerung fand dann aber nicht statt nachdem das Gericht angerufen wurde. 2011 musste das Auktionshaus eine Auktion mit Hitler-Memorabilia absagen, da die Empörung in der Öffentlichkeit zu gross wurde. Andere Auktionen mit Memorabilia aus der Zeit des Dritten Reiches und andere Auktionen mit zumindest fragwürdigen Gegenständen wurden aber immer wieder durch das Haus Hermann Historica durchgeführt.

Einen Tag vor der Auktion kann man die Objekte in der Linprunstrasse 16 von 14 bis 18 Uhr besichtigen, die Auktion findet dann am 18.6. an selber Stelle statt, zuvor von 10 bis 14 Uhr ist wiederum eine Besichtigung möglich.

Diese Auktion hat über Bayern und Deutschland hinaus Aufmerksamkeit erregt.Hier eine kleine Presseübersicht:

Abendzeitung München  Hannoversche Allgemeine  Die Welt  The Sun

Daily Mail  Daily Mirror

Hier einige Bilder aus dem Auktionskatalog:

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Angeblich die Stiefel von Göring

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Ein Stück des Strickes an dem Julius Streicher erhängt wurde.

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Ein paar Socken, ein Seidenschal, eine Fliege und zwei Krawatten sollen aus dem Besitz von Adolf Hitler stammen.

 

Vielleicht sollte sich die öffentlichkeit im Lauf der nächsten Tage ein Herz fassen und dem Auktionhaus Hermann Historika deutlich machen, dass hier in München die Zurschaustellung und der Handel mit Nazi Memorabilia nicht erwünscht ist.Hier Anschrift und Kontaktdaten des Auktionshauses:

Hermann Historica
Linprunstr. 16
D-80335 München
Tel: +49 89 54726490
Fax: +49 89 547264999
E-mail: contact@hermann-historica.com

Bitte lasst uns ein deutliches Zeichen setzen, gerade in einer Zeit in der sich die Rechten wieder breitmachen gegen den Handel mit Nazi Objekten.

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